Was ist Cannabidiol?

Cannabidiol kurz CBD ist ein Adaptogen aus der Hanfpflanze, - ein biologisch aktiver Wirkstoff, der dem Organismus helfen kann, sich erhöhten emotionalen und körperlichen Stress-Situationen anzupassen und so das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Medizin aus Hanf wird seit Jahrhunderten traditionell in vielen Kulturen eingesetzt. Queen Victoria behandelte ihre prämenstruellen Beschwerden mit Hanf Extrakten, Aufgüsse aus den Samen der Pflanze wurden gegen allerlei Leiden eingesetzt - von Krämpfen, über Heiserkeit bis hin zu Ohrenschmerzen.

Während sich im Westen nach einer ideologisch, politisch und wirtschaftlich motivierten Cannabis-Prohibition Freizeit-Konsumenten, Patienten und Wissenschaftler lange Zeit ausschließlich auf die psychoaktiv berauschende Verbindung THC konzentriert haben, wurde Cannabidiol vernachlässigt. Dabei ist CBD neben THC eine der an den häufigsten vorkommenden Verbindungen der Hanfpflanze. Heute wissen wir, dass beide Cannabinoide therapeutische Wirkungen zeigen, CBD jedoch im Unterschied zu THC keine negativen Nebenwirkungen oder bewusstseinsverändernde Eigenschaften aufweist.

Die Grundlagen

Cannabis Sativa L. ist die lateinische Bezeichnung einer Pflanzenfamilie, die wir im deutschsprachigen auch unter dem Begriff Hanf kennen. Wenn wir von Hanf bzw. Nutzhanf sprechen, meinen wir in der Regel Pflanzen, die zur Herstellung und Produktion verschiedenster Produkte verwendet werden können vom Nahrungsmittel über Textilien, Kunststoffe und Farben bis hin zu Baumaterial. Marihuana hingegen ist die umgangssprachliche Bezeichnung für THC-haltige Cannabispflanzen. Obwohl es sich um artverwandte Sorten handelt, unterscheiden sich Marihuana und Nutzhanf in Bezug auf Biologie und Anbaumethoden deutlich voneinander. Beide Gattungen wurden während Nixons "War on Drugs" zusammengefasst und verboten, als seine Regierung das Gesetz über kontrollierte Substanzen 1970 unterzeichnete. Seither leidet die gesamte Pflanzengattung Cannabis unter toxischen Fehlinformationen und sozialen Stigmatisierungen.

Marihuana versus Hanf

Der wichtigste Unterschied zwischen Marihuana, wir nennen es medizinisches Cannabis und Nutzhanf sind die Cannabinoide, die beide Pflanzen herstellen. Cannabinoide sind chemischen Verbindungen, die von Cannabispflanzen produziert werden und eine breite Palette therapeutischer Vorteile bieten. Zwei der am häufigsten vorkommenden Cannabinoide sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Während THC in medizinischem Cannabis dominiert, kommt CBD vorrangig in Nutzhanf vor. In Deutschland erhältliche CBD Produkte werden in der Regel aus CBD reichen Nutzhanfpflanzen hergestellt und enthalten wenn überhaupt nur minimalste Spuren des berauschenden Moleküls THC.

CBD versus THC

Cannabinoide interagieren mit einem biologischen Pfad im Körper, dem Endocannabinoidsystem, einem Teil des Nervensystems, welches an der Regulierung verschiedener kognitiver und psychologischer Prozesse beteiligt ist, darunter Stimmung, Immunsystem, Schlafzyklus, Stoffwechsel, Schmerz und  Herz-Kreislauf-System. Zwei primäre Endocannabinoidrezeptoren wurden als CBl und CB2 identifiziert. CB1-Rezeptoren kommen hauptsächlich im Gehirn vor und werden von Anandamid beeinflusst, einem Neurotransmitter, der für Vergnügen, Motivation und Hunger verantwortlich ist. Derselbe Neurotransmitter wird während des Trainings freigesetzt und verursacht das sogenannte „Läuferhoch". THC mit einer ähnlichen Molekülstruktur wie Anandamid interagiert mit den CB1-Rezeptoren und beeinflusst somit Freude, Motivation, Hunger. THC kreiert auch das häufig in Zusammenhang mit Cannabis beziehungsweise Marihuana erwähnte High.

Die Funktion von CB2-Rezeptoren wurde mit praktisch allen Arten von Erkrankungen des Menschen in Verbindung gebracht: von Herz-Kreislauf-, Magen-Darm-, über Neurodegenerative-, Autoimmun-, Haut-, Knochen- bis hin zu  Schmerzerkrankungen. Gelangt Cannabidiol in unseren Körper, interagiert es mit den CB2-Rezeptoren und kann so die Homöostase, das stabile Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen wiederherstellen und fördern.

Okay, erzähl mir mehr über Cannabidiol

Wie bereits erwähnt ist CBD die Abkürzung für Cannabidiol und bezeichnet ein Cannabinoid, das vorrangig in Hanf vorkommt und schmerzstillende, entzündungs- und angsthemmende Eigenschaften ohne psychoaktiv berauschende Wirkung aufweist. Klinische und anekdotische Hinweise legen nahe, dass CBD unter anderem bei Anfallsleiden, Schmerzen, Entzündungen, Angstzuständen, Morbus Crohn und Multipler Sklerose helfen kann.

Die Anwendung von Cannabidiol beschränkt sich jedoch nicht auf schwerwiegende gesundheitliche Probleme. Es wird angenommen, dass CBD die Stimmung, das Immunsystem, den Schlafzyklus, Stoffwechsel und das Herz­ Kreislauf-System positiv unterstützen kann. Benutzer berichten bereits bei geringer Dosierung von einer merklichen Verbesserung ihres allgemeinen Wohlbefindens. Auch in der Schönheits- und Kosmetikbranche hat Cannabidiol bereits Einzug gehalten, ganze Produktlinien bewerben die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD in moderner Hautpflege.

Wie ist CBD einzunehmen?

Die gängigste Methode sind CBD-Öle, die einfach mit einer Pipette unter die Zunge gegeben werden. Über die Mundschleimhäute wird der Wirkstoff schnell absorbiert.

Die Frage der CBD Dosierung lässt sich leider nicht ganz so leicht beantworten. Es gibt keine definitive Richtlinien zur Dosierung von Cannabidiol. Das hängt zum einen damit zusammen, dass der Wirkstoff bei jedem Menschen unterschiedlich wirkt, je nach Ausgangslage, zum anderen fehlen schlichtweg wissenschaftliche Studien auf dem Gebiet.

Um deinen Sweet Spot, also deine individuell passende Wohlfühldosis zu finden, wirst du wohl ein wenig experimentieren müssen! Starte mit einer kleinen Menge und erhöhe sie langsam, bis du deine persönliche CBD Dosierung gefunden hast.

Und was ist mit den Risiken?

Da es keine eindeutigen Dosierungsrichtlininen gibt, fragst du dich bestimmt, welche Risiken mit einer falschen Dosierung einhergehen. Die gute Nachricht ist, dass CBD keine schädlichen Nebenwirkungen aufweist. Die Weltgesundheitsoragnisation WHO stellte bereits 2017 in einem Bericht fest, dass das Cannabinoid weder Missbrauchs- noch Abhängigskeitspotential birgt.

Leider ist der CBD-Markt nicht gut reguliert, so dass es für den Verbraucher schwierig sein kann, genau herauszufinden, was er bekommt. Untersuchungen zeigen, dass einige Produkte ungenau gekennzeichnet sind. Ist der CBD Gehalt höher oder niedriger, als auf der Verpackung angegeben, ist eine angepasste Dosierung für den Anwender praktisch unmöglich und die gewünschten Effekte sind sehr schwer zu erreichen.

Zu den größten Gefahren zählen tatsächlich CBD Produkte von minderer Qualität. Aus schlechtem Anbau stammende Pflanzen können Pestizide sowie Schwermetalle enthalten. Der Grad dieser Verschmutzung stellt ein großes Problem dar. Cannabis ist als Bioakkumulator bekannt, das heißt die Pflanze zieht Giftstoffe wie Schwermetalle und Pestizide aus dem Boden. Rückstände dieser Gifte können sich in CBD Produkten wiederfinden. Auch synthetische Cannabinoide und Verunreinigungen jeglicher Art (Schimmel, Bakterien usw.) können die Gesundheit massiv gefährden. Ist der THC Gehalt zu hoch, kann es zu Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, verstärktem Appetit oder Stimmungsschwankungen kommen.

Übrigens ist jede Charge unserer ARTBOTANICS CBD Öle auf ihren Cannabinoid Gehalt und mögliche Verunreinigungen getestet. Analysezertifikate deines erworbenen Produkts kannst du jederzeit unter hello@artbotanics.com erfragen.

CBD boomt

Auch wenn die Verwendung von CBD noch mit Unsicherheiten in Bezug auf Qualität und Dosierung verbunden ist, sicher ist zumindest die wachsende Beliebtheit des kleinen Moleküls aus der Hanfpflanze. Die Zahl der Menschen, die CBD in ihre Gesundheitsvorsorge oder Wellnessroutine integrieren, steigt stetig. Cannabidiol scheint aufgrund seiner breiten Wirkpalette und seiner positiven Beeinflussung unseres Endocannabinoidsystems eine Vielzahl positiver gesundheitlicher Veränderungen mit sich zu bringen.

Titelbild: Cendeced / stock.adobe.com

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