CBD in der Hautpflege

CBD wirkt nicht nur innerlich, auch in der topischen Anwendung hat der Wirkstoff ganz schön was drauf. Dank seiner natürlichen Eigenschaften scheint Cannabidiol eine wirklich gute Wahl zu sein, wenn es darum geht, Hautgesundheit und Schönheitsroutine auf ein neues Level zu heben.

Unsere Haut

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers, sie misst je nach Körpergröße und Statur ca. 1,7 qm. Unsere Haut ist Atem-, Stoffwechsel-, Ausscheidungs-, Tast- und Schutzorgan in einem. Sie hält unseren Körper zusammen und reguliert unseren Wärmehaushalt. Unsere Haut ist auch Teil des Immunsystems, im gesunden Zustand schützt sie uns vor Keimen und Toxinen, Luftverschmutzung, UV-Einstrahlung und anderen Umwelteinflüssen. Unsere Haut ist Teil unseres Ausdrucks und man sagt, sie sei ein Spiegel unserer Seele. Ein gesundes Hautbild gehört unausgesprochen zu unseren Schönheitsidealen.

Wenn die Haut aus dem Gleichgewicht gerät

Unsere Haut ist ein hoch komplexes System. Doch häufig schenken wir ihr erst dann Beachtung, wenn ein Problem auftritt. Gerät unsere Haut aus dem Gleichgewicht, sei es durch Umwelteinflüsse, schlechte Ernährung oder falsche Pflege, so äußert sie das beispielsweise in Form von kleineren Hautirritationen, Juckreiz, übermäßiger Trockenheit, Akne, einem atypischen Muttermal oder einer entzündlichen Hauterkrankung wie Schuppenflechte.

Heute wissen wir, dass neben einer gesunden Hautflora auch das Endocannabinoidsystem der Haut eine entscheidende Rolle in Bezug auf unsere Hautgesundheit spielt. Gerät die Haut aus dem Gleichgewicht, können Phytocannabinoide wie CBD unterstützend auf das Endocannabinoidsystem der Haut einwirken und so die Hautgesundheit und das natürliche Gleichgewicht wiederherstellen und fördern.

Das Endocannabinoidsystem der Haut

Das Endocannabinoidsystem bezeichnet einen Teil des Nervensystems, bestehend aus Rezeptoren und Enzymen, welches an der Regulierung verschiedenster kognitiver und psychologischer Prozesse beteiligt ist, darunter Stimmung, Immunsystem, Schlafzyklus, Stoffwechsel, Schmerz und Herz­ Kreislauf-System. Körpereigene Endocannabinoide und pflanzliche Phytocannabinoide aus der Hanfpflanze interagieren mit dem Endocannabinoidsystem und unterstützen so die Steuerung verschiedenster homöostatischer Prozesse im gesamten Körper. Auch in der Haut sind Cannabinoid Rezeptoren als Teil des Endocannabinoidsystems nachgewiesen worden. In Studien wurde gezeigt, dass das Endocannabinoidsystem die Zellproliferation beziehungsweise den Zellwachstum, das Überleben und die Immunkompetenz der Hautzellen reguliert. Die bekanntesten Cannabinoid Rezeptoren des Endocannabinoidsystems der Haut CB1 und CB2 befinden sich unter anderem in den oberflächigen Schichten der Epidermis, in den Haarfollikeln, den Talg- und Schweißdrüsen, den Pigmentzellen, sowie in den Nervenfasern der Haut.

Normalerweise stellt unser Körper selbst passende Cannabinoide her, die für ein reibungslos funktionierendes Endocannabinoidsystem sorgen. Schafft es unser Körper über einen längeren Zeitraum nicht, genügend Endocannabinoide herzustellen, gerät das Endocannabinoidsystem aus dem Gleichgewicht. Da es mutmaßlich für die Regulierung und Feinjustierung all unserer Körpersysteme, einschließlich unseres Immunsystems verantwortlich ist, kann ein Ungleichgewicht im Endocannabinoidsystem negative Auswirkungen auf unser gesamtes Körpersystem haben. Äußert sich eine Dysbalance des Endocannabinoidsystems in unserer Hautgesundheit, können verschiedene Krankheitsbilder der Haut die Folge sein.

CBD und Hautgesundheit

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Der Wirkstoff wird aus der Hanfpflanze gewonnen, hat jedoch im Gegensatz zu dem bekannten THC keinerlei berauschend psychoaktive Wirkung.

Vielmehr zählen Phytocannabinoide wie CBD zu den natürlichen Adaptogenen – biologisch aktiven Pflanzenwirkstoffen, die dem Organismus helfen können, sich erhöhten körperlichen und emotionalen Stresssituationen anzupassen. Sie interagieren mit unserem Endocannabinoidsystem in gleicher Art und Weise wie die körpereigenen Endocannabinoide.

Bei einem klinischen Endocannabinoidmangel können Phytocannabinoide aus der Hanfpflanze die natürliche Homöostase unseres Körpers unterstützen und helfen das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In Bezug auf unsere Hautgesundheit könnte CBD so die entscheidende Schlüsselrolle in der Behandlung und Vorbeugung von Krankheitsbildern spielen und unsere Hautpflegeroutinen revolutionieren. 

Die Wirkprinzipien von CBD in der Hautpflege

Bei der topischen Anwendung von Salben, Cremes oder Lotionen auf Basis von Hanfprodukten mit CBD wird der Wirkstoff direkt über die Haut aufgenommen. Wie wir bereits gelernt haben, sitzen die entsprechenden Rezeptoren unter anderem in der äußeren Hautschicht, in den Haarfollikeln, den Talg- und Schweißdrüsen, den Pigmentzellen, sowie in den Nervenfasern der Haut. Lokal aufgetragene Produkte können so direkt dort wirken, wo sie benötigt werden.

CBD ist für seine entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften bekannt, es gilt als starkes Antioxidans und hat sich auch als hochwirksames Sebostatikum erwiesen.

CBD als Antiinflammatorika

Entzündungen stehen im Zusammenhang mit vielen Gesundheitsbeschwerden. Eine Entzündung der Haut ist die Reaktion des Immunsystems auf eine Reizung durch äußere oder innere Einflüsse. Hautrötungen entstehen aufgrund erhöhter Durchblutung, Schwellungen und Schuppen sind eine Folge der eingeleiteten körperlichen Reparaturmaßnahmen.

CBD weist beeindruckende entzündungshemmende Wirkungen auf. In klinischen Studien konnten die entzündungshemmenden Wirkungen von Cannabidiol und anderen Cannabinoiden aus der Hanfpflanze nachgewiesen werden. CBD wirkt auf mehreren Ebenen und ist somit sehr effizient in der Bekämpfung entzündlicher Prozesse im Körper. Unter anderem verhindert Cannabidiol den Zerfall von Anandamid, einem starken Entzündungsregler. Es hemmt verschiedene an chronischen Entzündungen beteiligte Botenstoffe und verlangsamt die Aktivierung von Immunzellen wie T- oder B-Zellen, die verantwortlich für die Aufrechterhaltung autoimmunbedingter Entzündungen sind.

CBD als Antioxidans

Oxidativer Stress hört sich nicht gut an und ist auch bestimmt kein Spaß für unsere Körperzellen. Oxidativer Stress bezeichnet ein Ungleichgewicht im Stoffwechsel zwischen freien Radikalen und Radikalfängern. Freie Radikale sind Verbindungen, denen ein Elektron fehlt. Sie sind besonders reaktionsfreudig, da sie danach streben, das fehlende Elektron zu ersetzen. Sie entreißen anderen Molekülen ihre Elektronen, was wiederum zur Bildung neuer freier Radikale beiträgt. Diese für den Körper sehr belastende Situation wird als Oxidativer Stress bezeichnet. Und oxidativer Stress kann die Körperzellen nachhaltig schädigen. Freie Radikale werden mit den verschiedensten Krankheiten in Verbindung gebracht, darunter Arteriosklerose, Alzheimer, Krebs und Parkinson. Auch bei der Hautalterung und Faltenbildung spielt das Auftreten freier Radikale eine Rolle. Während freie Radikale im Körper selbst entstehen, können alltägliche Faktoren wie Schadstoffe und Pestizide ihre Entstehung stark beschleunigen.

Als eine Art Schutzschild gegen freie Radikale gelten Antioxidantien, chemische Verbindungen, die die Oxidation anderer Substanzen verlangsamen oder gänzlich verhindern. Antioxidantien werden im menschlichen Körper selbst synthetisiert oder mit der Nahrung zugeführt. Eine gesunde, ausgewogene, vitaminreicher Ernährung sollte ausreichen, die freien Radikale in den Griff zu bekommen. Theoretisch... praktisch hat es unsere Haut neben der normalen Hautalterung und Sonneneinstrahlung auch täglich mit Schadstoffen und Umweltgiften zu tun. Nicht um sonst werben Kosmetikhersteller mit hoch antioxidativen Inhaltsstoffen wie Astaxanthin, CoQ10, Vitamin C und E, und unsere Haut freut sich über schützende Unterstützung von außen.

Glücklicherweise hat sich herausgestellt, dass auch CBD ein starkes Antioxidans ist. Aufgrund seines Profils ist das keine Überraschung, Schönheitsbranche und Kosmetikunternehmen, insbesondere solche mit einem ganzheitlichen Ansatz in der Hautgesundheit, haben das Potential der Cannabisverbindung längst erkannt und bereits ganze Produktlinien mit Cannabidiol als Inhaltsstoff auf den Markt gebracht. CBD kann unsere Haut vor oxidativem Stress schützen und unserer Hautalterung entgegenwirken. Wenn es um die Gesundheit unserer Haut geht, verspricht CBD jedoch weit mehr als nur Faltenreduzierung.

CBD als Sebostatikum

Cannabidiol bietet große Vorteile für eine gesunde Haut, und zwar nicht zuletzt aufgrund seiner antiinflammatorischen beziehungsweise entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften. Studien haben gezeigt, dass CBD auch die Überproduktion der Talgdrüsen regulieren kann, Wissenschaftler haben das Cannabinoid bereits als hochwirksames Sebostatikum beschrieben.

Beim Menschen befinden sich besonders viele Talgdrüsen auf der Kopfhaut und im Gesicht. Die Drüsen scheiden eine ölige Substanz, den sogenannten Talg, aus. Der Talg wiederum versorgt unsere Haut und unsere Haare mit Feuchtigkeit. Eine Unterproduktion der Talgdrüsen führt zu trockener Haut und Juckreiz, eine Überproduktion wiederum zu fettigen Haaren, glänzender Gesichtshaut, Pickeln bis hin zur weltweit häufigsten Hauterkrankung Akne. Doch CBD kann auch hier durch seine Interaktion mit dem Endocannabinoidsystem regulierend Einfluss auf die Physiologie der Haut nehmen, indem es hilft die Fettproduktion der Hautzellen zu normalisieren, anstatt sie auszutrocknen, kann Cannabidiol zu einem gesunden Hautbild beitragen.

CBD in der Hautpflege

Unsere Haut ist das größte Organ unseres Körpers, ein komplexes System und gleichzeitig unsere erste Verteidigungslinie gegen schädliche Außeneinflüsse. Unsere Haut leistet täglich und unbeobachtet Schwerstarbeit. Dabei braucht es zuverlässige Mechanismen zur Regulierung und Justierung eines solchen Ökosystems und das Endocannabinoidsystem der Haut ist ein wichtiges Teil des Ganzen. Cannabinoide wie CBD können auf vielfältige Weise helfen die Hautgesundheit zu fördern und zu unterstützen, indem sie mit dem Endocannabinoidsystem interagieren.

Die Wirkpalette von CBD in der Hautpflege reicht von antiinflammatorischen beziehungsweise entzündungshemmenden und antibakteriellen bis hin zu antioxidativen Eigenschaften. Zudem hat sich Cannabidiol als hochwirksames Sebostatikum erwiesen. Die bis dato vorhandenen Studien legen nahe, dass das Endocannabinoidsystem und dessen Beeinflussung durch Phytocannabinoide wie CBD ein großes Potential für die Behandlung verschiedenster Hauterkrankungen bereithält.

Wenngleich die spezifische Behandlung einzelner Hauterkrankungen mit Cannabinoid Verbindungen wie CBD noch weiterer Studien und Forschungsergebnisse bedarf, Cannabidiol ist ein Trend, der unsere Hautgesundheit, Hautpflege- und Schönheitsroutine aufgrund seiner vielfältigen Wirkweisen tatsächlich bereichert.

Quellenangaben:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30138623/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30845666/
https://www.jci.org/articles/view/64628

Titelbild: Freeject.Net / stock.adobe.com

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