Cannabis Terpene

Wenn es um Hanf geht, stehen Cannabinoide wie THC mit seiner psychoaktiv berauschenden Wirkung und CBD mit seinen entzündungshemmenden, schmerzlindernden und beruhigenden Eigenschaften häufig im Fokus der Diskussion. Doch neben den bekannten und einer Vielzahl weniger bekannter Cannabinoid Molekülen finden sich in der Cannabispflanze weitere interessante Verbindungen - nämlich die sogenannten Terpene. Doch was genau sind eigentlich Terpene? Wie wirken sie in unserem Körper und welche Rolle spielen Terpene im Zusammenhang mit CBD und anderen Cannabinoiden?

Was sind eigentlich Terpene?

Einfach ausgedrückt handelt es sich bei Terpenen um die ätherischen Öle der Cannabispflanze. Technisch gesehen sind Terpene organische Verbindungen, die eine wichtige Rolle als Aromastoffe und natürliche Abwehrmechanismen vieler Pflanzen spielen. Über 20.000 Terpene sind aus der Pflanzenwelt bereits bekannt. Sie sind der Grund dafür, dass Früchte und Blumen unverwechselbare, einzigartige Düfte tragen und passende Bestäuber anziehen können, gleichzeitig bieten sie den Pflanzen ein Mittel zur Verteidigung.

Cannabispflanzen haben nachweislich über zweihundert verschiedene Terpene. Cannabis Terpene sind für Aroma und Geschmack der Pflanzen verantwortlich, sie können uns beispielsweise an Beeren, Kiefern oder Zitrusfrüchte erinnern. Neben den unverwechselbaren Hanfaromen sollen Terpene zudem die Intensität und Dauer bestimmter Cannabinoidwirkungen erhöhen. Jedem einzelnen Terpen werden bestimmte gesundheitliche Vorteile zugesprochen. Terpene machen bis zu fünf Prozent der Gesamttrockenmasse der blühenden Teile bestimmter Pflanzen aus und werden seit Jahrhunderten in traditionellen medizinischen Systemen verwendet.

Die Anreicherung von Terpenen in Cannabis hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, so spielen beispielsweise Licht, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und auch die Methoden der Pflanzenverarbeitung eine Rolle. Es gibt bereits Züchtungen, die mehr oder weniger spezifische Terpene produzieren, um das Wirkzusammenspiel der Cannabinoide und Terpene im menschlichen Endocannabinoidsystem zu optimieren.

Die Terpene der Hanfpflanze

Von all den bereits infizierten Cannabis Terpenen haben bisher nur wenige die Neugier der Forschung geweckt. Daher sind die gesundheitlichen Vorteile einiger Terpene zwar gut untersucht, andere blieben bisher jedoch völlig unbeachtet. Wir haben die gängigsten Cannabis Terpene für einen schnellen Überblick einmal kurz zusammengefasst:

Bisabolol

Bisabolol hat ein süß blumiges Aroma und ist der Hauptwirkstoff von Kamillenöl. Bisabolol soll entzündungshemmend und antimikrobiell wirken, sowie hautheilende Eigenschaften besitzen.

Gerianiol 

Gerianiol ist ein Terpen mit süßem Rosenduft, es ist Hauptbestandteil von Rosenöl, Zirtonengrasöl sowie Palmarosal und soll helfen, Entspannung zu fördern.

Humulene 

Humulene erinnert mit seinem holzigen, erdigen Geruch an Hopfen, außerdem kommt er in Koriander, Nelken und Basilikum vor. Humulene Terpenen werden entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen.

Limonen

Limonen besitzt einen ausgeprägten Zitrusgeruch und gilt als natürlicher Stimmungsaufheller, sowie Stressabbauwirkstoff mit antimikrobiellen Eigenschaften. Das Terpen ist besonders hilfreich in der topischen Anwendung von CBD Produkten wie Cremes, Lotionen und Salben, das es die Cannabinoid Absorption durch die Haut verbessern soll.

Linalool 

Linalool ist ein Terpen, das auch im Lavendel vorkommt, ihm werden unglaubliche entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften, sowie eine vielversprechende antiepileptische Wirkung zugesprochen.

Mycren

Mycren wurde in einer Vielzahl Cannabissorten identifiziert. Es ist für seinen erdigen, leicht moschusartigen Duft bekannt und erinnert leicht an Nelken und Kardamom. Nagetierstudien haben gezeigt, dass das Terpen eine sedierende Wirkung haben kann, es soll den Schlaf unterstützen und beschleunigt den Wirkeintritt von anderen Verbindungen.

Pinen

Pinen ist eines der am häufigsten vorkommenden Terpene, man findet Pinen in Cannabis, aber auch in Tannennadeln, Rosmarin oder Petersilie. Zu den potenziell therapeutischen Eigenschaften von Pinen zählen die Unterstützung der Gedächtnisleistung oder auch die Behandlung von Angstzuständen, Entzündungen und Schmerzen.

Terpinen

Terpinen haben eine blumig, kräutige Note mit Pinienaroma. Das Terpen wird in Muskatnuss, Teebaum, Nadelbäumen, Äpfeln, Kreuzkümmel und Flieder gefunden. Terpinen wird nachgesagt antioxidativ und antibakteriell zu wirken, außerdem soll es als Beruhigungsmittel fungieren.

 

Von Cannabinoiden und Terpenen

Jedes Terpen scheint seine besonderen Eigenschaften zu haben. Cannabis Terpene wirken zudem synergetisch mit den in der Pflanze vorkommenden Cannabinoiden zusammen, was allgemein als Entourage Effekt bezeichnet wird. Dabei sind die weniger beachteten Terpene mindestens genauso wichtig wie die Cannabinoide der Pflanze.

Durch die Wechselwirkung der verschiedenen Pflanzenkomponenten untereinander und innerhalb des Körpers, wirken sie harmonischer zusammen als jede der einzelnen Komponenten für sich allein genommen. Spezifische Verbindungen verstärken ihre Wirkung, wodurch die Gesamtanlage wesentlich effektiver ist. Insbesondere CBD arbeitet in einem perfekten Gleichgewicht mit den anderen in der Hanfpflanze vorkommenden Cannabinoiden und Terpenen. Hier gilt, wenn die Verbindungen einer Pflanze in ihrem natürlichen Zustand kombiniert werden, endet die Summe der Teile nicht, vielmehr ergibt sich ein Multiplikatoreffekt.

Oder vereinfacht gesagt: Terpene sind praktisch so etwas wie die Gewürze in einem gut durchdachten und perfekt abgestimmten Rezept. Sie haben die Fähigkeit das Gericht im Zusammenspiel mit den anderen Zutaten zu etwas Besonderem zu machen.


Titelbild: murziknata / stock.adobe.com


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